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Willms, Jennifer: Jüdische Aspekte in Will Eisners Graphic Novels. Diss. (Dr. Phil.), Universität Koblenz-Landau, Institut für Kulturwissenschaft 2018 (272 S.). 
Added by: joachim (05/09/2020 10:05:31 AM)   
Resource type: Thesis/Dissertation
Languages: German
BibTeX citation key: Willms2018
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Categories: General
Keywords: City, Eisner. Will, Judaism, Memoria, USA
Creators: Willms
Publisher: Universität Koblenz-Landau (Koblenz)
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Abstract
Ziel der vorliegenden Arbeit war es, an die bisherigen Untersuchungen anderer Comicforscher anzuschließen und die jüdischen Aspekte in einem definierten Set von Graphic Novels und Comic-Kurzgeschichten von Will Eisner herauszuarbeiten. Im Vordergrund der Betrachtungen stand die These, dass sich Aspekte des Judentums wie ein roter Faden durch das gesamte Werk Eisners ziehen und eine umfassende Beschäftigung mit jüdischer Identität widerspiegeln. Eine der zu überprüfenden Thesen war zudem, dass sich die jüdischen Aspekte in Eisners Büchern nicht auf wenige Motive beschränken, sondern dass sie vielmehr ein umfassendes Bild des Judentums in all seinen Facetten liefern. Zu diesem Zweck wurde, nach der Offenlegung des aktuellen Forschungsstandes, zunächst diskutiert, wie der Begriff »jüdisch« im Zusammenhang mit dieser Arbeit überhaupt zu definieren ist. Es konnte festgestellt werden, dass es, um die Analyse so tiefgehend wie möglich durchzuführen, am zielführendsten ist, Judentum als einen Oberbegriff zu verstehen: Darunter können sowohl das jüdische Volk beziehungsweise die jüdische Nation im Sinne einer durch eine gemeinsame Geschichte und ein geteiltes Schicksal verbundene Gemeinschaft verstanden werden, als auch die jüdische Religion sowie Aspekte jüdischen kulturellen Lebens.
Daraufhin wurden die Werke To the Heart of the Storm, Minor Miracles, The Name of the Game, A Contract with God, A Life Force sowie Dropsie Avenue durch ein aufmerksames Studium der Literatur untersucht und die darin enthaltenen jüdischen Aspekte vor dem Hintergrund der genutzten Definition von »jüdisch« unter den drei Oberbegriffen »Gemeinsame Geschichte«, »Religion« und »Kulturelle Aspekte« geclustert. Durch die kombinierte Verwendung von Text, Bild- und Filmelementen im Comic kam bei der Analyse eine Mixtur aus sowohl literatur- als auch kunst- und filmwissenschaftlichen Methoden zum Einsatz. Die Analyse ergab nicht nur, dass sich jüdische Aspekte in hoher Quantität in den untersuchten Erzählungen finden lassen, sondern dass diese vielmehr noch ein ausgewogenes Bild des Judentums widerspiegeln, da sich jeweils Aspekte allen drei zur Verwendung des Wortes »jüdisch« gebrauchten Kategorien zuordnen lassen. Als zusätzliches Ergebnis kann festgehalten werden, dass Will Eisners Erzählungen zwar durchaus für den mit dem Judentum unvertrauten Leser verständlich sind, sie jedoch eine tiefere Bedeutung für denjenigen bereithalten, der entweder selbst Jude ist oder sich zumindest mit dem Judentum sehr gut auskennt. Aufgrund der Verwendung vieler teilweise sehr feiner Anspielungen auf Personen oder Situationen des kollektiven Gedächtnisses der jüdisch-amerikanischen Einwanderer, insbesondere in New York, ließ die Analyse den Schluss zu, dass Eisner einige Details explizit für jüdische Leser in sein Werk einfließen ließ. Dazu gehört ebenfalls die wiederholte Verwendung von jiddischen beziehungsweise hebräischen Begriffen, die Eisner ohne weitere Erklärung oder Erläuterung für den Leser nutzt, und somit ein gewisses Grundwissen oder eine Vertrautheit mit dem Thema Judentum voraussetzt. Darüber hinaus ließ sich in den untersuchten Werken feststellen, dass Eisner die besondere Bedeutung der Stadt New York City für die jüdischen Einwanderer nahezu durchgängig herausstellte.
Added by: joachim  Last edited by: joachim
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